Adzukibohne einfach erklärt – die süße rote Bohne aus Asien

Adzukibohne einfach erklärt – die süße rote Bohne aus Asien

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Bohnen als Dessert? In Europa werden Bohnen zwar gelegentlich in süßen Gerichten verwendet, aber als zentrale Dessert-Zutat sind sie kaum verbreitet. Adzukibohnen bilden hier eine klare Ausnahme – in vielen asiatischen Küchen werden sie gezielt für Süßspeisen eingesetzt.

Was macht Adzukibohnen besonders?

Anders als andere Hülsenfrüchte haben Adzukibohnen einen mild-süßlichen Eigengeschmack. Sie sind deutlich weniger intensiv als etwa Kidneybohnen, was sie ideal für die Kombination mit Zucker macht. Ein dominanter „Bohnengeschmack" entsteht dabei nicht – die Süße bleibt weich und ausgewogen. Typischerweise werden sie mit Zucker weich gekocht und zu einer Paste verarbeitet: der sogenannten roten Bohnenpaste, auf Japanisch Anko. Sie bildet die Grundlage vieler klassischer Desserts.

Typische Verwendung der Adzukibohne

Adzukibohnen kommen in zwei Hauptformen zum Einsatz: als glatte oder grobe Paste als Füllung oder Topping, und als ganze gekochte Bohnen in warmen Gerichten. Als Paste füllen sie zum Beispiel Dorayaki, Mochi und Taiyaki. Als gekochte Bohnen finden sie sich in süßem Bohnenbrei oder Porridge mit Reis und Kastanien. Ein bekanntes Beispiel ist außerdem Patbingsu, das koreanische Dessert aus geschabtem Eis, das häufig mit Adzukibohnen serviert wird.


Adzukibohnen vs. Kidneybohnen

Die beiden werden oft verwechselt, unterscheiden sich jedoch deutlich.

Adzukibohnen sind kleiner, haben eine dünnere Schale und schmecken leicht süßlich – sie eignen sich daher vor allem für Süßspeisen. Kidneybohnen hingegen sind größer, geschmacklich neutral bis leicht nussig und typisch für herzhafte Gerichte wie Chili con Carne.


Kulturelle Bedeutung der Adzukibohne

In Korea haben rote Bohnen auch symbolische Bedeutung. Aufgrund ihrer Farbe wird ihnen traditionell eine schützende Wirkung zugeschrieben, weshalb zum Winteranfang häufig Patjuk – ein süßer Adzukibohnenbrei – gegessen wird. Dieser Brauch wird bis heute gepflegt.

Nährwerte und gesundheitliche Vorteile

Adzukibohnen unterscheiden sich ernährungsphysiologisch deutlich von anderen Hülsenfrüchten: Während Sojabohnen oder Linsen vor allem als Proteinquellen bekannt sind, enthalten Adzukibohnen vergleichsweise wenig Protein und Fett – dafür sind sie reich an komplexen Kohlenhydraten. Das erklärt auch, warum Bohnenpaste beim Kochen schon ohne Zuckerzusatz eine dicke, stärkehaltige Konsistenz bekommt. Daneben liefern sie B-Vitamine, Kalium, Eisen und Anthocyane – die roten Pflanzenfarbstoffe, denen antioxidative Wirkung zugeschrieben wird.


Wie alle Hülsenfrüchte sollten Adzukibohnen stets gut gegart gegessen werden. Bei empfindlichem Magen empfiehlt sich ein maßvoller Genuss.

Selbst zubereiten

Für eine einfache Bohnenpaste werden die Bohnen zunächst über Nacht eingeweicht, dann weich gekocht und anschließend mit Zucker zu einer streichfähigen Masse eingekocht. Das Verhältnis liegt meist bei 1:0,8 (Bohnen zu Zucker).


Die fertige Paste hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche und lässt sich als Füllung für Gebäck, Topping für Porridge oder Basis für viele Desserts einsetzen.


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