
Rezept für koreanische Dumplings: Kimchi- und Fleisch-Mandu
Basierend auf 8 Bewertungen
In Korea gehören Dumplings zu den beliebtesten Street-Food-Klassikern – ähnlich wie Tteokbokki trifft man sie an fast jeder Ecke. Gerade frisch gedämpft steigt einem der Duft sofort in die Nase, wenn man an einem Stand vorbeigeht. Typischerweise unterscheidet man vor allem zwischen zwei Varianten: Fleisch-Mandu und Kimchi-Mandu. Fleisch-Mandu sind eher mild und saftig, während Kimchi-Mandu durch die fermentierte Füllung eine kräftige, typisch koreanische Schärfe haben. In diesem Rezept zeigen wir Schritt für Schritt, wie sich beide Varianten einfach zu Hause zubereiten lassen – inklusive einer veganen Option.
Küche
Korean
Schärfe
Spicy
Kochzeit
150 Minuten
Diät
Standard

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Schritt-für-Schritt-Anleitung
Teig für Dumpling-Wrappers (optional)
Wer es sich einfacher machen möchte, kann fertige Dumpling-Teigblätter verwenden.
Wer sie selbst machen möchte, kann sich daran versuchen:
400 g Mehl (Type 405), 1 EL Pflanzenöl, 1 Eiweiß und eine Prise Salz in eine Schüssel geben. Nach und nach ca. 200 ml lauwarmes Wasser hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und etwa 1 Stunde ruhen lassen. Anschließend zu einer Rolle formen, in gleichmäßige Stücke schneiden und zu runden Teigblättern (ca. 10–11 cm Durchmesser) ausrollen.
Zutaten vorbereiten
- 500 g Schweinehack und ½ Zwiebel fein hacken.
- 300 g Mungobohnensprossen kurz (1–2 Minuten) in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken, gut ausdrücken und fein hacken.
- 1 Block Tofu gründlich ausdrücken und zerbröseln.
- 3–4 Frühlingszwiebeln (vor allem den grünen Teil) fein schneiden.
- Eine kleine Portion Glasnudeln (ca. 40–50 g trocken) kochen, abspülen, gut abtropfen lassen und klein schneiden.
- Ca. 250 g Kimchi gut ausdrücken und fein hacken.
Tipp: Wer mag, kann zusätzlich fein gehackte Pilze, Karotten oder mehr Zwiebel hinzufügen – das sorgt für mehr Textur.
Wichtig ist vor allem, alle Zutaten möglichst trocken zu halten, damit sich die Dumplings später gut formen lassen.
Füllung zubereiten
- Alle vorbereiteten Zutaten in eine große Schüssel geben. 1 EL fein gehackten Knoblauch, 1 EL Zucker, 3 EL Sojasauce, 1 EL Austernsauce und etwas Pfeffer hinzufügen und gut vermengen.
- Die Masse halbieren. In eine Hälfte das Kimchi einarbeiten, sodass zwei Varianten entstehen.
Tipp: Für eine intensivere Schärfe kann man in die Kimchi-Füllung noch etwas Chilipulver geben. Ein Schuss Sesamöl sorgt zusätzlich für ein rundes Aroma.
Dumplings formen
- Ein Teigblatt in die Hand legen und den Rand leicht mit Wasser befeuchten. Etwa einen Esslöffel Füllung in die Mitte geben und den Teig zu einer Halbmondform zusammenklappen.
- Die Ränder gut andrücken, damit nichts austritt. Wer möchte, kann zusätzlich Falten einarbeiten oder die Enden verbinden, um verschiedene Formen auszuprobieren!
Dumplings dämpfen
- Einen Dämpfeinsatz mit Backpapier oder etwas Öl vorbereiten, damit nichts kleben bleibt. Die Dumplings hineinlegen und etwa 10–15 Minuten bei geschlossenem Deckel dämpfen.
Tipp: Dazu passt ein einfacher Dip aus Sojasauce, etwas Essig und einer Prise Chilipulver.
Tipp für eine vegane Variante
Die Dumplings lassen sich problemlos auch vegan zubereiten.
- Das Hackfleisch kann einfach durch fein gehackte Pilze, mehr Tofu oder eine Mischung aus Tofu und Glasnudeln ersetzt werden.
- Auch die Austernsauce kann durch Sojasauce oder eine vegane Alternative ersetzt werden.

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FAQ
Dumplings sind weltweit verbreitete Teigtaschen oder gefüllte Teiggerichte. Eine einheitliche Definition gibt es nicht, da sich die Grundidee – Teig zu füllen und zu garen – in vielen Regionen unterschiedlich entwickelt hat.
Asiatische Dumplings wie Jiaozi, Gyoza oder Mandu sind meist dünner und saftiger, während osteuropäische Varianten wie Pierogi oder Pelmeni einen festeren Teig und eine kompaktere Füllung haben. In Lateinamerika gibt es mit Empanadas ähnliche Gerichte, die jedoch meist gebacken oder frittiert werden.
Ein häufiger Irrtum: „Dim Sum“ ist kein Sammelbegriff für Dumplings. Ursprünglich beschreibt der Begriff eine Esskultur mit kleinen Gerichten. Heute wird „Dim Sum“ jedoch oft auch für diese Speisen selbst verwendet – darunter häufig auch Dumplings.
Die Ursprünge der Dumplings liegen sehr wahrscheinlich in China und reichen über 1.000 Jahre zurück. Von dort aus hat sich die Grundidee in viele Regionen verbreitet und jeweils eigenständig weiterentwickelt.
So entstanden in Japan Gyoza, in Korea Mandu und in Osteuropa Varianten wie Pelmeni oder Pierogi. Trotz ähnlicher Grundidee hat jede Küche ihren eigenen Stil entwickelt.
In China ist die Vielfalt besonders groß. Neben gefüllten Dumplings wie Jiaozi gibt es auch Varianten ohne Füllung wie Mantou, ein gedämpftes Hefeteigbrötchen. Jiaozi selbst werden nicht mit Hefe zubereitet und können gekocht, gedämpft oder gebraten werden. Eine weichere, dünnhäutigere Variante sind Wontons, die oft in Suppen serviert werden.
Japanische Gyoza gehen direkt auf chinesische Jiaozi zurück, sind aber meist dünner und werden überwiegend gebraten – besonders die knusprige Variante „Yaki Gyoza“ ist sehr beliebt.
Koreanische Mandu unterscheiden sich vor allem durch ihre Füllung. Häufig enthalten sie zusätzlich Zutaten wie Tofu und Glasnudeln und wirken dadurch etwas reichhaltiger. Neben klassischen Varianten gibt es auch Kimchi-Mandu, die besonders würzig sind.
Ja. Dumplings lassen sich problemlos vegan zubereiten, zum Beispiel mit Chinakohl, Tofu, Pilzen oder Glasnudeln. Zwar enthalten viele klassische Varianten Fleisch, doch inzwischen bieten auch viele Restaurants vegane Optionen an.
Wer es einfacher möchte, kann auch fertige Gemüse-Dumplings kaufen – am besten mit Vegan-Kennzeichnung.
Dämpfen ist eine der klassischsten Zubereitungsarten.
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Dumplings in einen Dämpfeinsatz legen, sodass sie nicht direkt im Wasser liegen. Anschließend den Deckel schließen und die Dumplings je nach Größe etwa 10 bis 15 Minuten dämpfen.



